Zur Miliz melden

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, Ihren Brotjob gelegentlich gegen spannende Herausforderungen bei der Miliz einzutauschen, dann geben Sie bitte mittels Formular eine Freiwillige Meldung zu Milizübungen ab.

Voraussetzung für den Dienst in der Miliz ist die österreichische Staatsbürgerschaft. Weiters müssen Sie körperlich und geistig zum Dienst in der Lage sein , und seitens des Bundesheeres muss ein entsprechender Bedarf gegeben sein.

Als Soldatin oder Soldat in einer Mannschaftsfunktion verpflichten Sie sich dazu, insgesamt 30 Milizübungstage abzuleisten. In der Funktion als Unteroffizier verpflichten Sie sich zu 120 und als Offizier zu 150 Milizübungstagen. Die Verpflichtung bedeutet, dass Sie regelmäßig zu Milizübungen einberufen werden. Diese finden in der Regel alle zwei Jahre statt und dauern jeweils fünf bis zehn Tage. Während dieser Zeit werden Sie von Ihrem Arbeitgeber freigestellt.

Soldat vor Auto Stabswachtmeister Helmut Aigner
Zivilberuf: Tischler und Zimmermann

„Ich habe im Herbst 2015 meine Mutter in Spielfeld besucht und konnte die Nervosität der Leute spüren. Das war der Punkt, an dem ich mir gedacht habe: ich will helfen. Ich war davor schon bei der Miliz und im Assistenzeinsatz und habe mich dann wieder gemeldet. Beim Assistenzeinsatz mag ich das militärische Leben außerhalb der Kaserne. Man verbringt mit den Kameraden einen längeren Zeitraum, das verbindet.“

Seien Sie sich bitte jedenfalls dessen bewusst, dass eine freiwillige Meldung zu Milizübungen unwiderruflich ist und Ihre freiwillige Meldung mit dem Zeitpunkt Ihrer Unterschrift in eine Verpflichtung übergeht. Wenn Sie zu einem späteren Zeitpunkt beschließen, dass Sie nicht mehr in der Miliz tätig sein wollen, Sie die verpflichtenden Milizübungstage jedoch noch nicht abgeleistet haben, so ist das nur unter außerordentlichen Umständen wie etwa schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen möglich.

Wenn Sie wissen, welche Dienststelle für Sie zuständig ist, wenden Sie sich bitte dorthin. Ansonsten können Sie bei den Soldatinnen und Soldaten der Wehrdienstberatung erfragen, bei welcher Stelle im Bundesheer Sie Ihre freiwillige Meldung abgeben.

Wie komme ich als Frau zur Miliz?

Wie die Erfahrung zeigt, wollen die meisten Frauen hauptberuflich beim Bundesheer arbeiten. Selbstverständlich besteht aber auch für Frauen die Möglichkeit, eine Milizfunktion innerhalb des Bundesheeres zu übernehmen. In diesem Fall empfiehlt sich ein individuelles Beratungsgespräch mit einer Wehrdienstberaterin oder einem Wehrdienstberater, um festzulegen, in welchem Bereich Sie künftig eingesetzt werden. Da Frauen keinen Grundwehrdienst leisten, müssen Sie einen anderen Wehrdienst absolvieren, um in die Miliz aufgenommen werden zu können. Auch sie geben danach analog den männlichen Kollegen eine freiwillige Meldung ab.